News zum Thema Papeterie

Der schlaue Martin forscht und fragt für Sie nach

 

 

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Nachhaltig

27. Februar 2020

«Ob in Zürich, Frankfurt oder Nürnberg – das wichtige Thema Nachhaltigkeit war an allen Branchenmessen Anfang Jahr allgegenwärtig», lese ich in «haptik», der offiziellen Publikation der Schweizer Papeterien und Spielwarendetaillisten. Naturmaterialien, recycelte Produkte und Hinweise zu einer ressourcenschonenden Herstellung seien überall zu beobachten gewesen, wird berichtet.

Es freut natürlich, dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit in der Branche keine kurzlebigen Trendthemen sind, sondern zunehmend an Bedeutung gewinnen. Unbestritten ist andererseits wie bei allen Anstrengungen, eine umweltgerechtere Produktion, ein umweltfreundlicheres Angebot zu etablieren, dass letztlich der «Markt», also die Konsumentinnen und Konsumenten entscheiden, wieviel Rücksichtnahme auf die Umwelt genommen wird.

Dazu zählt zweifellos auch eine frühe Sensibilisierung für dieses wichtige Thema.  Folgerichtig gab es an der jüngsten Spielwarenmesse in Nürnberg unter dem Motto «Toys for Future» Produkte zu sehen, die das Thema Umweltbewusstsein und erneuerbare Energien kindergerecht erklären sollen. «Diese Spielwaren aus verschiedensten ökologischen Materialien bringen nicht nur Spielspass, sondern schonen gleichzeitig die Umwelt», ist im entsprechenden Bericht zu lesen.

Die zunehmende Sortimentsvielfalt nachhaltiger Spielzeuge und Papeterie-Angebote spiegelt sich im Fachgeschäft besonders vielfältig – die Umwelt freut’s, werden die Anstrengungen der Branche in in diesem Bereich von den Kundinnen und Kunden honoriert.

Mein Notizbuch

12. Februar 2020

Überall Zettel und Zettelchen: Hier etwas hingekritzelt, dort etwas notiert… Eines Tages hatte ich genug davon, regelmässig in allen Taschen, den Fächern meiner Mappe, selbst in Büchern herumzusuchen, in die ich unterwegs die mitunter winzigen Papierfetzen gesteckt hatte.

Wie glücklich hat mich damals die Nachricht gemacht, dass das «Moleskine», das Kult-Notizbuch aus «grauer Vorzeit», auferstanden war! Mit Gummibandverschluss, seinen abgerundeten Ecken, dem Lesezeichen, damit man nicht lange bis zur nächsten freien Seite suchen muss, und der Falttasche aus Karton im Inneren war es genau das richtige Utensil für mich. Zumal es über einen soliden Einband verfügt, dem auch starke Beanspruchung kaum etwas anhaben kann. Ich habe mich damals für einen weichen Einband und linierte Seiten entschieden und mittlerweile eine schöne Zahl dieser unverwüstlichen Notizbücher vollgeschrieben.

Warum ich gerade jetzt daran denke und mich dieser ersten, viele Jahre zurückliegenden Begegnung mit meinem «Moleskine» erinnere, das mich seither überallhin begleitet?

Weil ich darin soeben auch diesen Beitrag niedergeschrieben habe.

Gesellschaftsspiele - spielen liegt im Trend

2. Januar 2020

Spiel

Manches bleibt ein Leben lang im Gedächtnis haften. Bei vielen handelt es sich um positive Erfahrungen, andere Begebenheiten würde man lieber vergessen. Und bei dieser oder jener Erinnerung bleibt man ein ganzes Leben lang unsicher, zu welcher Kategorie sie gehört.

Dazu gehört aus meiner Jugendzeit das «Spielen». Damit meine ich nicht das Herumtollen im Freien, sondern die Brett- oder Kartenspiele vornehmlich im Familienkreis. Denn ich muss zugeben: Ich habe nicht gerne verloren…

Nicht, dass ich somit, inzwischen erwachsen, erleichtert gewesen wäre, als diese Art der Freizeitbeschäftigung zu verschwinden schien. Denn dass, wer spielen wollte, sich nun ganz allein vor dem Computer einem Spiel widmete, war ja dem Familienleben kaum förderlich.

Heute liegen Brett- und Kartenspiele wieder im Trend. Rund 1500 Neuheiten wurden 2019 allein an der Spiele-Messe in Essen präsentiert, der weltweit grössten Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele. Eine kaum vorstellbare Fülle!

Kürzlich wurde ich plötzlich «mit meiner Vergangenheit» konfrontiert: Der spielbegeisterte Sohn, auch er mittlerweile erwachsen, lud mich zum Spielenachmittag ein. Und ich muss zugeben: Es hat Spass gemacht. Viele neue Spiele fordern ein gerütteltes Mass an Taktik und Strategie ab, bei anderen kann man einfach «drauflosspielen»; das Angebot ist, habe ich gelernt, riesig geworden, da ist für jeden Geschmack und jeden Wunsch etwas dabei. Gewinnen ist noch schöner geworden – und das Verlieren ärgert mich nicht mehr.

Schön also, dass es sie noch gibt, die Brett- und Kartenspiele. Und schön, dass sie sich nicht nur «in die Neuzeit» hinübergerettet haben, sondern sich auch stetig weiterentwickeln. So wird der Besuch meines Lieblingsgeschäfts oft zum zusätzlichen (Aha)-Erlebnis.


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Papier-Agenda

18. Dezember 2019

Oft wird vermutet oder behauptet oder «festgestellt», die Agenda aus Papier habe ausgedient. Dem ist nicht so. Und dies hat durchaus gute Gründe, wie das belgische Unternehmen Brepols, das seit 1796 Agenden produziert, in einer Marktbefragung herausgefunden hat. Sie hat gezeigt, dass über 76 Prozent der 3000 Befragten über 18 Jahren aus Belgien, Frankreich und den Niederlanden eine Agenda aus Papier nutzen. 20 Prozent der Befragten besitzen gar mehr als eine Agenda.

95 Prozent der Befragten wollen diese Form der Terminverwaltung auch weiterhin nutzen. Als häufigste Gründe für die Nutzung einer Papier-Agenda wurden genannt: Zuverlässigkeit, Leidenschaft für Handschriftliches, Gewohnheit und Klarheit.

Der Geist von gestern

22. November 2019

Eine Vorwarnung: Der hier schreibt, ist gross geworden in der Epoche ohne Handy. Ohne Computer. Ohne Internet. Und er hat die Zeit vor der elektrischen Schreibmaschine und jene mit Schwarzweiss-, statt Farbfernsehen selber erlebt. Ein «Gestriger» halt, einer aus der Ur- oder Steinzeit. Ich kann damit, während ich am PC diese Zeilen niederschreibe, die ich unterwegs auf dem Handy auf Fehler kontrollieren werde, ganz gut damit leben.

Wenn ich dann aber manchmal lese, wie jemand mit jemandem («früher») per SMS, heute vielleicht über WhatsApp oder was auch immer Schluss gemacht oder auf diese Weise eine Beziehung angefangen hat, dann träume ich manchmal: Wenn man das in einen Brief kleiden müsste …

Statt das neueste Handy machte zu meiner Zeit zum Beispiel der neue Füllfederhalter den Unterschied. Oder das gefütterte, statt das «normale» Kuvert. Oder ein edles Briefpapier.

Ich habe mich weggeträumt, die Anzeichen von Sentimentalität verscheucht. Man soll nicht Dingen nachtrauern, die von der Zeit überholt wurden. Bis ich aus einem banalen Grund eine Papeterie betrat. Ich benötigte eine Kleinigkeit. Zwar gäbe es die in jedem Online-Shop zu kaufen. Nur hätte ich dort derart viel davon kaufen müssen, dass noch meine Nachkommen ausgestattet gewesen wären. Anders wären die Versandkosten nicht zu umgehen bzw. die «Mindestbestellmenge» nicht zu erreichen gewesen. Bei dieser Gelegenheit sah ich sie dann da liegen: Die edlen Schreibgeräte, die gepflegten, schönen Schreibpapiere, viele Kleinigkeiten für originelle Geschenke und vieles mehr, was ich längst als verloren geglaubt hatte.

Als jemand, der «marktwirtschaftlich» eher geprägt, denn geschult ist, war mir sofort klar: Wäre dies oder jenes nicht länger nachgefragt, es würde nicht mehr hergestellt.

Schön, schöpfte ich Hoffnung: Der Geist von gestern könnte der Trend von morgen sein.